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Afrika in Frauenhand

Ohne Frauen bricht die Wirtschaft Afrikas wie ein Kartenhaus zusammen. Wer in Afrika hart arbeitet, sind die Frauen. „Die gewöhnlichen Leiden und Leistungen der Millionen von fleißigen Bäuerinnen, Händlerinnen und Erzieherinnen, die unter unsagbar schweren Lebensumständen Tag für Tag beschäftigt sind, ihre Familien durchzubringen, bleiben im Dunkeln“, schreibt der Wirtschaftswissenschaftler Rainer Tetzlaff (Afrika. Einführung in … Afrika in Frauenhand weiterlesen

Belting und Buddensieg: das Senghor-Buch

Léopold Sédar Senghor war der erste Staatspräsident des 1960 unabhängig gewordenen Senegal, der in der Kolonialzeit zu Französisch Westafrika gehörte. Senghor war geistiger Brückenbauer, Politiker und Dichter. Hans Belting und Andrea Buddensieg haben ein Buch über den Schöngeist, den Humanisten Senghor geschrieben. 1966 war Senghor mit dem Festival Mondial des Arts Nègres, dem „Weltfestival der … Belting und Buddensieg: das Senghor-Buch weiterlesen

Altkleider

Im „Public Transport“ in Simbabwe saß ich einmal hinter einem Mann in einer dunkelblauen Arbeitsjacke. „Holzbau Xaver Schmidle“ (Name natürlich geändert) stand in gelben Buchstaben auf seinem Rücken. Plus Adresse und Postleitzahl: ein Nachbarort in meiner schwäbischen Heimat. In fast allen afrikanischen Großstädten gibt es Märkte für Altkleider. Buden-Reihen lang sieht man feinsäuberlich aufgehängte Gebrauchtkleidung. … Altkleider weiterlesen

Bildung hat in Afrika einen geringen Stellenwert

Von Volker Seitz. Das entscheidende Entwicklungshemmnis in Afrika ist die Bildungsarmut. Bildung hat in vielen afrikanischen Staaten, besonders im Sahel, einen geringen Stellenwert. Armut und Analphabetentum gehen oft einher. Mehr als die Hälfte der Kinder weltweit, die keinen Zugang zu elementarer Bildung haben, leben in Subsahara-Afrika. Wenn auch gelegentlich in den Staats-Budgets versteckt, zeigt sich, … Bildung hat in Afrika einen geringen Stellenwert weiterlesen

Maggi und Nescafé

Nirgends esse ich so gut wie „in Afrika“. Aromen sonnenverwöhnter Früchte, prächtiges Gemüse, fangfrischer Fisch und in Simbabwe das beste Beef der Welt. Beim Kochen lässt man sich Zeit, was insbesondere in Soßen zu schmecken ist, die lange über dem Kohlenfeuer geköchelt wurden. Das „Ndolè“ in Kamerun gehört zu meinen Leibspeisen. Was mich allerdings entsetzt, … Maggi und Nescafé weiterlesen

Armer reicher Kongo

Im Mai 2018 meldet das Kinderhilfswerk UNICEF, dass in der Region Kasai in Kongo (Kongo DRC, die „Demokratische Republik Kongo“) Hunderttausende Kinder dringend Nahrung brauchen. Nach UNICEF sind 770.000 Kinder im Alter bis zu fünf Jahren von Mangelernährung bedroht. 88 Millionen US-Dollar würden für medizinische Hilfe benötigt, aber nur ein Viertel der Summe sei vorhanden. … Armer reicher Kongo weiterlesen

When things get tough women get tougher

Von Volker Seitz. Die Schweizer Journalisten Barbara Achermann hat einige Länder in Afrika bereist. Soeben hat sie ein rundum lesenswertes Buch („Frauenwunderland“, Reclam 2018) über die atemberaubende Erfolgsgeschichte von Ruanda veröffentlicht. Ruanda in Ostafrika gehörte bis 1994 zu den ärmsten Ländern der Welt. Der größte Erfolg, den Ruanda seither erzielt hat, ist die Reduktion der … When things get tough women get tougher weiterlesen

Da ist kein Geiz in Afrika

Reich sein in Afrika heißt abgeben: der Familie, dem Clan, denen, die einem geholfen haben, nach oben zu kommen. Aliko Dangote, der reichste Mann Afrikas, schenkte anlässlich der Hochzeit seiner Tochter jedem Gast eine Rolex. Der Nigerianer ist Geschäftsmann – und Philanthrop. Reichtum sei ein Gottesgeschenk, heißt es. Jederzeit, und davor hat man Angst, kann … Da ist kein Geiz in Afrika weiterlesen